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Silvester Gefahren für Hunde, Katzen, Vögel, Gross- + Wildtiere

 

Tierbesitzer sollten an Silvester zu Hause bleiben, ihren Tieren zuliebe.

Auch während des Feuerwerks müssen einige wichtige Punkte beachtet werden, damit Haustiere sich nicht verletzen.

Hunde an diesen Tagen ausschliesslich angeleint - am Besten doppelt abgesichert durch Halsband und Brustgeschirr - ausführen. Wenn der Lärmpegel am Lautesten ist, sollten Spaziergänge natürlich gänzlich vermieden werden.
  Auch für unsere Umwelt sind die Feuerwerke eine Belastung. Das Bafu hat die Auswirkungen von Feuerwerken abgeklärt und kam in der durchgeführten Studie zu folgenden Schlüssen: Bei grossen Feuerwerken ist die Feinstaub- belastung lokal beachtlich und kann bei empfindlich reagierenden Personen zu Atemwegsbeschwerden führen. Zur gesamten Feinstaubimmission in der Schweiz tragen die Feuerwerke etwa 1 bis 2 Prozent bei. Im Umweltschutzrecht des Bundes sind für diese Art von Umweltbelastungen keine spezifischen Grenzwerte festgelegt. In Anbetracht der 'relativen Seltenheit' von grossen Feuerwerken und ihrer 'hohen gesellschaftlichen Akzeptanz' erachtet der Bundesrat dies nicht als nötig.

Da die Anzahl von Festivitäten, die mit Feuerwerken untermalt werden, in den letzten Jahren gestiegen ist, hoffen wir, dass der Bundesrat diese Beurteilung bald nochmals überprüfen wird. Denn auch Wildtiere leiden ungemein unter dem ungewohnten, massiven Lärm.
     
  Keinesfalls Feuerwerk in Waldnähe zünden oder in unmittelbarer Nähe von Ställen und weidenden Tieren. Einerseits, um die empfindlichen Ohren von Gross- und Wildtieren zu schonen, andererseits besteht an diesen Stellen meist auch erhöhte Brandgefahr.

Rechnen Sie mit aufgeschrecktem Wild auf der Fahrbahn, da es an Silvester auch immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen mit panisch flüchtendem Wild kommt.
Explodierende Knallkörper hört man meist schon Stunden vorher und leider auch am Tag danach. Hunde und andere Tiere können sich so erschrecken, dass sie davon laufen. Auch eine Marke zur Identifizierung, mit der Telefonnummer des Halters, sollte für den Notfall am Halsband angebracht werden. Von Vorteil ist es, wenn alle Haustiere, mit Freilauf, einen Mikrochip tragen. Tiere sollten auch keinen unkontrollierten Auslauf in Gärten mit einem „sicheren“ Zaun haben. Wenn Tiere zu Tode erschreckt sind, finden sie fast aus jedem Garten einen Ausweg. Während des Feuerwerks sollte(n) der/die Besitzer unbedingt bei ihrem Tier/ihren Tieren bleiben. Neben der möglichen Panik, können die Dämpfe der Feuerwerkskörper auch ihre Schleimhäute ernsthaft verletzen.
 
Wichtig ist auch, Hunde nicht in ihrer Angst zu bestärken – verhalten Sie sich ruhig und strahlen Sie Gelassenheit aus, das vermittelt auch dem Vierbeiner Sicherheit.

Bewegung und Futter sind mmer noch die besten Indikatioren um Angst beim Hund abzubauen. An der Leine lassen - Bewegung aufbauen - Futter anbieten. Auf keinen Fall den Hund sich verkriechen lassen!
Lässt man den Hund sich verkriechen, wird er seine Angst nie los - er harrt nur, bis der Klamauk ein Ende hat. Nehmen Sie ihn, auch an der Leine, neben sich, in der Wohnung. Eine Leine gibt Sicherheit. Sollte er anfangen zu zittern oder zu spannen, suchen Sie Blickkontakt. Und/oder bauen Sie Bewegung auf. Führen Sie ihn an der Leine zügig durchs Wohnzimmer. Vielleicht sogar durch den Garten. Halten Sie immer eine handvoll Futter neben sich, an der sich ihr Hund bedienen kann. So könnnen vermeintliche 'Ängste' in kurzer Zeit abgebaut oder zumindest vermindert werden.
 
Auch Katzen brauchen an Silvester Ruhe und Sicherheit, um die ungewohnte Belastung durch laute Böller und zischende Raketen zu verkraften. Auch eine Feier in der Wohnung mit knallenden Sektkorken und vielen Gästen kann für ein Tier grossen Stress bedeuten. Katzen welche Freigänger sind, sollten unbedingt an Silvester frühzeitig ins Haus genommen und die Katzenklappen verschlossen werden.
Auch wenn die Katze Angst hat, sollte man versuchen, auf zu offensives Trösten zu verzichten und ihr, selbst wenn es schwer fällt, lieber etwas weniger Aufmerksamkeit schenken. Denn sonst glaubt das Tier aufgrund des ungewohnten Verhaltens seines Besitzers, dass tatsächliche Gefahr besteht. Lieber versucht man, die gewohnte Routine beizubehalten und sich möglichst normal zu verhalten. Im Notfall können auch mit Bachblüten für Katzen gute Ergebnisse erzielt werden. Sogenannte "Rescue"-Tropfen speziell für Tiere, ohne Alkohol, können über das Trinkwasser verabreicht werden und helfen, das Tier zu beruhigen. Am besten wird damit schon einen Tag vor Silvester begonnen, sobald die ersten Knaller ertönen, die die Katze unter Stress setzen.
 
Wenn Sie Bleigiessen praktizieren, passen Sie auf, dass Ihr Tier nicht an das verwendete Wasser gelangt. Dieses kann schwere Vergiftungen hervorrufen. Die Produkte bestehen im Wesentlichen aus Blei (80 bis 88 %) sowie dem Halbmetall Antimon (2 bis 13 %). Beide Stoffe sind äusserst gefährliche Gifte, die nur als Sondermüll entsorgt werden dürfen und keinesfalls in den Hausmüll gehören. Auch Reste und Splitter im Kühlwasser sollten nicht in den Ausguss geschüttet werden, da die Substanzen sonst in den Wasserkreislauf gelangen können.
     
 

Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt mit Wunderkerzen oder Feuerwerk spielen, denn sie versuchen zuweilen Tiere mit diesen zu „erschrecken“ – das kann zu Unfällen für beide Parteien führen.
     
  Vogel-Besitzer und Käse-Freunde, aufgepasst: Wussten Sie,  dass beim Raclette-Plausch Ihre Vögel an den freigesetzten Dämpfen sterben können? Schuld sind die Dämpfe, die von den erhitzten teflonbeschichteten Raclette-Öfen freigesetzt werden. Die Antihaftbeschichtung zersetzt sich bei Hitze und das sogenannte Polytetrafluorethylen ist für alle Vögel giftig. Stellen also Sie den Käfig beim Raclette-Plausch unbedingt in einen anderen Raum - gründliches Lüften danach ist selbstverständlich.
     
  Getrieben von ihrem Fluchtinstinkt, beginnen verängstigte Vögel durch die Knallerei in ihren Käfigen zu flattern. Dabei kann es zu schweren Verletzungen wie Flügelbrüchen, Platzwunden und im schlimmsten Fall sogar zum Genickbruch kommen. Solche Unfälle lassen sich jedoch verhindern, zumindest bei Wellensittichen, die nicht überdurchschnittlich ängstlich veranlagt sind. Ein Wellensittich, der sich in einem ausreichend beleuchteten Umfeld aufhält, nimmt die Lichtblitze des Silvesterfeuerwerks nicht so stark wahr wie etwa ein Artgenosse, der in einem dunklen Raum sitzen muss. Die Panik der Tiere wird tatsächlich umso grösser, je schlechter ihr Aufenthaltsort beleuchtet ist.
Besonders gut lassen sich Wellensittiche vor Feuerwerks-Lichtblitzen schützen, indem man die Rollläden vor dem Fenster des Zimmers schliesst, in welchem die Tiere untergebracht sind.  Sollten Ihre Fenster nicht mit Rollläden ausgestattet sein, ist es sinnvoll, vorhandene Vorhänge zuzuziehen. Fenster ohne Vorhänge bedeckt man am besten mit dunklen Stoffbahnen, um Wellensittiche vor den Silvester-Lichtblitzen zu schützen.

Musik gegen Angstzustände - Harmonische Musik wirkt auf Vögel in aller Regel ausgesprochen besänftigend. In ihrer australischen Heimat leben Wellensittiche in Schwärmen. Sie fühlen sich dann besonders wohl, wenn sie eine beständige, monotone Hintergrundgeräuschkulisse hören. Ein Radio leistet hier optimale Dienste. Sollten Sie extrem ängstliche Vögel besitzen, ist es sinnvoll, die Tiere an Silvester bereits einige Stunden vor Mitternacht in den ruhigsten Raum Ihrer Wohnung umziehen zu lassen. In manchen Wohnungen ist dies die in aller Regel fensterlose, aber gut beleuchtete Abstellkammer. Zwar sind solche winzigen Räume normalerweise absolut nicht als Aufenthaltsort für Wellensittiche geeignet. An Silvester aber gelten ausnahmsweise andere Regeln.
  Auch Pferdehalter müssen für ihre Schützlinge sorgen, denn Pferde sind Fluchttiere, die bei Gefahr leicht in Panik geraten. Sie versuchen dann Hindernisse wie z. B. Stromzäune zu überwinden, die sie sonst meiden würden. Daher sollte eine vertraute Person in der Silvesternacht immer vor Ort sein. „Es versteht sich von selbst, dass die Tiere rechtzeitig in sichere Stallungen geholt werden“. Man kann Pferde ein paar Tage vorher vorsichtig an den Lärm gewöhnen, indem man z. B. CDs mit der typischen Geräuschkulisse (Böller und Raketen) abspielt. Zunächst leise beginnen und erst wenn die Tiere keine Angstreaktion mehr zeigen, lauter abspielen. Eine grosse Gefahr sind auch Raketen, die fehlschlagen und am Stall Feuer fangen können.
Auch gibt es leider immer wieder Menschen, die absichtlich Feuerwerkskörper in Ställe werfen oder auf Tiere richten. Eine Wache am Stall oder zumindest regelmässige Kontrollen lassen solche Gefahren erst gar nicht zur Wirklichkeit werden.
 


Wir wünschen Ihnen und Ihren tierischen Lieblingen einen sicheren, ruhigen Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre Arche Noah Schweiz Crew






Veröffentlicht am:
16:16:11 10.12.2014

Autor:
Claudia Schärer

Letzte Aktualisierung
16:20:43 01.08.2015