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Fledermäuse

Viele Fledermausarten sind bedroht und sämtliche Arten in der Schweiz aus diesem Grunde geschützt. Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig: Lebensraumverlust, Insektizide und Pestizide sowie die Zerstörung von Fledermausquartieren sind nur einige Faktoren, die dazu geführt haben. Dementsprechend sind viele Fledermausarten gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht und benötigen unsere Hilfe.
 
Fledermäuse ziehen ihre Jungtiere immer im Sommer auf. Meist bekommt eine Fledermausdame nur ein einzelnes Baby, in seltenen Fällen Zwillinge. Findet ein Kleines seine Mutter nicht mehr, oder verlässt diese für die Futtersuche für längere Zeit das Quartier, dann kann es sein, dass man einen Fledermaussäugling findet. Manchmal hängen sie an Hauswänden oder liegen schon geschwächt am Boden.


Braunes Langohr (Plecotus auritus)

  Wichtig zu beachten ist: Wenn die Mutter noch lebt, dann holt sie ihr Kleines ab! Zunächst sollte man also nur beobachten, ausser das Tier wirkt verletzt oder stark geschwächt, dann sofort beim Fledermaus-Nottelefon anrufen.

Findet man dann gar noch den Quartiereinschlupf, kann man das den Säugling vorsichtig zurücklegen und aus sicherer Distanz beobachten. Waisenkinder klettern nämlich bald wieder hinaus und brauchen erneut Hilfe.
 
Kennt man das Quartier nicht, aber das Tier wirkt munter, unverletzt und gesund, muss das Jungtier bei Sonnenuntergang am Fundort ausgesetzt werden! Und das geht wie folgt: Anleitung herunterladen >
    Fledermäuse immer nur mit Handschuhen am Körper (nicht an den Flügeln oder Beinen) anfassen und hochheben! Fledermäuse können laut schreien, aber auch beissen. Legen Sie den Findling in eine möglichst kleine Schachtel, welche sie vorher mit genügend Luftlöchern versehen. Geben Sie ein Stück Stoff dazu, damit er sich in einer Falte festhalten und verkriechen kann. Die Schachtel immer gut mit Klebestreifen verschliessen. Fledermäuse sind wahre Ausbruchskünstler. Wichtig: Nicht die Luftlöcher zukleben!


Grosser Abendsegler (Nyctalus noctula)

 
Fledermaus verfliegt sich in Wohnung

Es kommt gar nicht so selten vor, dass sich Fledermäuse - meist handelt es sich dabei um Teenager - in Häuser und Wohnungen verirren.
Bleiben Sie ruhig, öffnen Sie die Fenster und löschen Sie das Licht!

Weissrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii)
 

Die Fledermaus findet in aller Regel innert weniger Minuten die Fensteröffnung. Versuchen Sie die Fledermaus NICHT zu fangen oder rauszujagen, denn so gerät sie nur in Panik und findet den Ausgang nicht.
Geben Sie Ihren Findling in kompetente Hände!  Fledermäuse sind keine Haustiere und bundesrechtlich geschützt.  Ausgebildete Fachpersonen pflegen die Fledermäuse artgerecht, geschwächte Tiere werden aufgefüttert und allenfalls künstlich überwintert. Verwaiste Säuglinge werden mit Spezialmilch aufgezogen. und ganz wichtig: Alle Pfleglinge werden schnellstmöglich wieder in die Freiheit entlassen.


Mehr Informationen - Stiftung Fledermausschutz >